· 

Mein liebster Autor

Wer mich schon ein wenig länger verfolgt, wird von dieser Wahl nicht besonders überrascht sein, mein Lieblingsautor ist natürlich Stephen King. 

Diesen Post wollte ich nun dafür nutzen, denen unter euch, die King noch nicht besonders gut kennen, diesen Autor ein wenig näher zu bringen - und denen unter euch, die ihn bereits ebenso lieben wie ich, viel Spaß beim Lesen :)

Über Stephen King:

Für Stephen King, geboren am 21. September 1947 begann seine Leidenschaft zuerst nur ganz still und im Privaten, erst das Ausbleiben freier Arbeitsplätzen an Schulen, für die er sich bewarb, sollte sein Talent schließlich zu Tage bringen. So begann er einige Texte für Magazine zu schreiben, um ein wenig Geld zu verdienen, bis schließlich sein erster Roman Carrie 1974 erschien. Nun gilt King zu dem Meister seines Faches, veröffentlich seine Werke, von denen die meisten sogar verfilmt sind, in über 50 Sprachen mit Verkaufszahlen von über 400 Millionen Werken. Er gilt seit jeher als der Autor für Grusel und Horror Romane - und das zu recht

 

 Wie King mein persönlicher King wurde:

Begonnen hat meine Liebe zu Stephen King und seinen Büchern schon sehr früh. Hatte die kleine Anna in der sechsten Klasse bisher nur Kinder- und Jugendbücher gelesen, hörte sie nun in der Lesewerkstatt AG (die sie einmal besuchte und dann nie wieder, da nur ein Buch über mehrere Monate gelesen wurde, weil es ja sonst "zu viel wäre", hah hah) zum ersten Mal einen Mitschüler über `den Autor schlecht hin reden. Damals hatte ich noch keine Ahnung wer King überhaupt war, kannte Bücher wie Shining oder Es nur vom Hören, wusste jedoch nichts damit anzufangen. Nun neugierig geworden, setzte ich mich Zuhause an meine erste Stephen King Recherche und siehe da- ich fand die Bücher und Thematiken sofort interessant. Mein erster King wurde jedoch tatsächlich keiner der sehr bekannten, sondern für den Anfang erst ein dünnerer, den sie gerade im Laden vorrätig hatten- Menschenjagd, geschrieben 1982. Ich las das Buch, verschlang es, liebte es, liebte den Schreibstil, die Spannung, den Ekel- einfach alles und siehe da: eine Liebe war geboren. 

Von da an habe ich tatsächlich bis ich mit Bookstagram angefangen habe, also ein wenig länger als zwei Jahre, nur Thriller und Horror gelesen, da mich King sofort von diesem Genre begeistern konnte. Ich habe mich selbst gefunden, neue Interessen, besonders die zu Kriminalistik und Psychologie, habe mich besser kennengelernt und Dinge gelernt, die mir in ihrer Wichtigkeit für mich, kein Lehrer je hätte lehren können.  Ein Leben ohne Grusel und Mord zur Unterhaltung (na das klingt jetzt aber...) kann ich mir seitdem nicht mehr vorstellen, also- danke King dafür.

 

 Was ich an Kings Büchern so liebe:

Was ich an Kings Büchern so liebe, ist das was die Geister über eben diese scheidet- die unglaublich detaillierten Beschreibungen. In meinen Augen leben Kings Bücher von seinen Beschreibungen, die mir in meinem Kopf jedes Mal nicht nur Szenerien und die Handlung lebendig werden lassen, sondern ganz besonders die Charaktere, die dadurch unglaublich real und greifbar wirken. Besonders in diesem Genre finde ich das wichtig, da man so die Entwicklungen noch deutlicher spürt, das Grauen noch eindringlicher und nervenzerreißender wird und man geradezu mitleidet und vor allem mitfühlt. 

 

Meine Lieblingsbücher von ihm:

Meine Lieblinge von King sind zum Teil bekannte Bücher von ihm, seine Klassiker eben, die viele lieben, aber auch eher untypische. 

 

Allen voran auf Platz 1:

Sie/Misery:

Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie - Pauls "größter Fan" - den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

 

Warum? Dieses Buch ist für mich ein wahres Meisterwerk der psychologischen Spannung, mit Annie als einer der besten Buchfiguren, die je erfunden wurden. Unvorhersehbar, beklemmend, düster und besonders eines- absolut genial. Auch die Verfilmung unter dem englischen Titel "Misery" mit Kathy Bates verdeutlicht die Grundstimmung des Buches noch einmal auf ganz besondere Weise. 

 

Mr.Mercedes bzw. die Bill Hodges Trilogie

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

 

Warum? Mr.Mercedes ist der Auftakt der Bill Hodges Trilogie, die in Finderlohn fortgesetzt wird und in Mind Control schließlich ihren Abschluss findet. Alle drei Bücher besitzen einen großen Platz in meinem Herzen, da in ihnen besonders die einzelnen Charaktere im Vordergrund stehen und einem ans Herz wachsen, etwas, das ich bei King immer besonders zu schätzen weiß. Auch die Spannungskurve enttäuscht Fans sicher nicht. 

 

Es

Dort drinnen waren gelbe Augen: Augen wie jene, vor denen er sich immer gefürchtet hatte. --- 1957 bricht das namenlose Grauen erstmals über die kleine Stadt Derry herein. Mehr als 25 Jahre später fällt "ES" wieder über unschuldige Opfer her: Mike ruft sechs Freunde zusammen und erinnert sie an den Schwur damals.....

 

Warum? Ich glaube zu diesem Klassiker braucht es nicht viele Worte. Ein Meisterwerk, das wie kein anderes Kings Schreibintentionen und alles wofür seine Werke stehen und was diese ausmachen aufzeigt. Ein Killerclown, sieben Freunde, eine Geschichte und doch so vieles mehr.

 

Menschenjagd

Reality-TV im Jahr 2025: In der Gameshow Running Man werden die Kandidaten zu Freiwild – gejagt von einem Killerkommando und der ganzen Nation. Wer überlebt, gewinnt eine Milliarde Dollar – und wird er dabei selbst zum Mörder, gibt es einen Bonus obendrauf. Benjamin braucht das Geld, um seine todkranke Tochter zu retten. ER weiß, dass es noch nie einen Überlebenden gab …

Warum? Meiner erster King wird natürlich immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen besitzen allerdings ist es auch ohne diesen emotionalen Wert ein sehr empfehlenswerter King, der mich beim Lesen ganz für sich einnehmen konnte. Besonders das Ende überzeugte auf ganzer Linie und hinterlässt bis heute einen bleibenden Eindruck bei mir.

 

Meine Meinung zu seinen Kurzgeschichten:

Auch bei diesen spalten sich die Meinungen sehr stark. Die einen lieben sie, die anderen lassen vollkommen ihre Finger von Kurgeschichten wie ,,Gwendys Wunschkasten" oder ,,Ein Gesicht in der Menge". Ich persönlich gehöre zur Kategorie Fan der alles von seinem Liebling liest, jedoch nicht alles einfach als gut betitelt, nur weil es von ihm ist wurde. In meinen Augen sind Kings Kurzgeschichten keinesfalls schlecht, es fehlt mir einfach der gewisse Flair, der von seinen längeren Romanen durch das lange kennenlernen der Figuren und des Settings ausgeht. Trotzdem gibt es einige Kurzgeschichten, die mir auch gefallen haben, wobei ich die Kurzgeschichtensammlungen wie z.B ,,Basar der bösen Träume" gerade preislich hierbei eher für den Einstieg empfehlen würde, als die einzelnen Kurzgeschichten, die sich preislich im selben Rahmen bewegen. Oftmals verpackt King auch in ihnen wichtige Thematiken, ihnen eine Chance geben und selbst urteilen, empfehle ich bei ihnen auf jeden Fall.

 

Was außerdem für mich durch King begann:

Wenn man mich erst jetzt kennenlernt, wird es man es kaum glauben, aber tatsächlich hatte ich immer panische Angst vor Blut, Grusel und brutalen Szenen in Filmen. Demnach habe ich nicht nur Horrorfilme, sondern auch jede Art von Actionfilmen gehasst, da ich schlicht Angst davor hatte- bis ich mit mit meinem Vater und meiner besten Freundin meine Angst das erste Mal 2017 überwunden habe, da ich unbedingt die Neuverfilmung zu "Es" sehen wollte. Nach diesem Film, den ich von den ersten Minuten an liebte, habe ich schnell realisiert, dass ich mit Blut und Gewaltdarstellung tatsächlich sehr gut umgehen kann und wie viel Spaß es mir macht, Horror auch auf der Leinwand zu sehen und die Bilder nicht nur meiner eigenen Fantasie beim Lesen zu überlassen. Nun lasse ich kaum eine Horrorfilm Neuerscheinung aus und habe mich seit 2017 auch bereits quer durch alles gearbeitet, was ich bis dahin verpasst hatte. 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0